AMEC Konferenz in Berlin 10.-12.6.09

Es wird eine große Sache, wenn im Juni zum ersten Mal die Evaluationsprofis aus aller Welt nach Berlin kommen, um gemeinsam zu konferieren! Ich freue mich persönlich besonders darauf, Katie Paine wiederzusehen, und zahlreiche internationale Profis, die ich 2004 beim "Summit of PR Measurement" in New Hampshire kennenlernen durfte. Damals wurde die Konferenz noch von Katie Paine organisiert, die sie auch aus der Taufe gehoben hatte ein paar Jahre zuvor. Niemals vergessen werde ich das "Lobster Feast" auf Katies Ranch am zweiten Abend, zu dem es "Lobster all you can eat" gab und man sich mit der amerikanischen und internationalen Elite der PR-Evaluation das Bier teilte. Toll! Inhaltlich zeichnete sich die erste Welle der Weblogs ab, die bereits über die USA rollte. Ansonsten konzentrierte man sich auf Medienanalysen. Von Kommunikations-Controlling sprach keiner. Es war auch kein Vertreter aus Deutschland da, außer mir. Ich präsentierte die Thesen meiner Dissertation: Kontinuierliche Evaluation zur Fehlerreduktion und Optimierung der Kommunikation. Aber auch das war, glaube ich, sehr fern von der amerikanischen Realität.
Nun sind fünf Jahre ins Land gezogen und die PR-Welt redet immer noch von Werbeäquivalenzwerten und wie man Kommunikation messen kann. Es hat sich nicht so richtig etwas geändert (wenn man die Umfragen anschaut): Es bleibt immer noch weitgehend bei guten Absichten zur Evaluation, die aber vom Tisch fallen, sobald es etwas kostet oder Zeit in Anspruch nimmt. Große Unternehmen machen natürlich mehr - dort gibt es meist auch Controllingsysteme, an die die Kommunikation sich anschließen lassen muss. Daher ist die Entwicklung von solchen Systemen ja auch zu begrüßen - für große Wirtschaftsunternehmen.  Und in diesem Bereich kann Deutschland auf der Konferenz auch Einiges zeigen. 
Schade finde ich, dass nicht konsequent Englisch als Konferenzsprache durchgehalten wird: Es gibt am 10.6. zwei Workshops in Deutsch, warum auch immer - vielleicht war es den Referenten  zu anstrengend in Englisch präsentieren zu müssen. Schade. Jetzt hätte man sich doch mal wirklich international geben können.
Im Vorfeld war angekündigt worden, dass auf dem Podium dieser Konferenz keine Dienstleister sitzen sollten. Das hat sich in der Realität anscheinend nicht als haltbar erwiesen - wahrscheinlich weil das Thema zu einem großen Teil von dem Engagement der Dienstleister lebt. So gibt es nun ein buntes Treffen aller Ausschnittdienste und einiger Beratungsunternehmen, dazwischen hochrangige Unternehmensvertreter aus Deutschland und Europa und zur Krönung ein paar Vertreter aus der Wissenschaft - eine vielversprechende Mischung! Ich bin sehr gespannt auf die Vorträge und natürlich die Gespräche dazwischen, auf das Essen im Reichstag (auch wenn es kein All you can eat geben wird ;-) und auf zwei spannende Tage in Berlin! 

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