Evaluationserfahrungen


Ich melde mich zurück aus der Versenkung des Evaluationberichts-Schreibens! Ich habe den Evaluationsbericht für die UN-Millenniumskampagne (www.un-kampagne.de) fertig gestellt und er ist gerade in erster Runde zum Korrekturlesen. Es ist ein achtzigseitiger Bericht geworden, der alle Facetten der Kampagne zur Kommunikation der Millenniumsentwicklungsziele darstellt. 
Was kommt raus? 
Nun ja, es ist natürlich bei einem komplexen Projekt kein einfaches Urteil möglich. Es zeigt sich wieder mal, das umfassende Evaluation am sinnvollsten in Stärke-Schwäche-Analysen gipfeln, die zusätzlich durch die Darstellung der besonderen Eigenarten des Projekts flankiert werden. Nur so kann ein Verständnis für den Wert der Leistung entstehen. In Zeiten der Wirtschaftskrise ist z.B. eine positiver Jahresabschluss viel höher zu bewerten als zu normalen Zeiten. 
Auf der Basis der Stärken-Schwächen-Analyse werden dann konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Projekts ermöglicht. Diese reichen von operativen Empfehlungen zu einzelnen Maßnahmen über die strategische Ausrichtung der Kampagne bis hin zu Vorschlägen zur Veränderung der Organisation im Ganzen. 
Letztlich ist es essentiell, das der Bericht nicht nur gelesen, sondern auch genutzt wird. Das ist eine letztlich die größte Herausforderung.
Es zeigt sich wieder: Evaluation macht Sinn! Es kann nicht immer nur nach Kommunikations-Controlling gerufen werden, da dies letztlich nur für einen Bruchteil Organisationen und Unternehmen überhaupt in Frage kommt. Außerdem ist es hochinteressant, wie weit die Evaluation in anderen Bereichen standardisiert ist: Das BMZ (Bundeministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat genaue Richtlinien und Standards für die Evaluation (www.bmz.de), die zwar auf Entwicklungzusammenarbeit zugeschnitten sind, sich jedoch ohne Probleme auf andere Themenbereiche adaptieren lassen.

PREZI zum Thema!